Entwicklung der Niederschläge und Grundwasserstände im Tecklenburger Land

Der WTL unterhält an den Wasserwerksstandorten Brochterbeck, Dörenthe, Lehen, Lengerich und Schollbruch eigene Wetterstationen, in denen u. a. die Niederschläge kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet werden.

 

Niederschläge

Der WTL unterhält an den Wasserwerksstandorten Brochterbeck, Dörenthe, Lehen, Lengerich und Schollbruch eigene Wetterstationen, in denen u. a. die Niederschläge kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet werden.

Die Niederschläge des Jahres 2020 an den fünf Wetterstationen im Vergleich zu den Niederschlägen in den Jahren 2016 – 2019 gibt die nachfolgende Tabelle wieder:

Mit einem Mittelwert von 774 mm waren die Niederschläge im Jahr 2020 eher durchschnittlich. Gegenüber 2018 gab es in 2020 mit 157 mm deutlich mehr Niederschläge, im Vergleich mit dem Jahr 2019 waren die Niederschläge mit 774 mm rund 17 mm geringer.

Aus der monatlichen Verteilung der Niederschläge im Jahr 2020 ist ersichtlich, dass es im Februar sehr viel, aber in den Monaten April und Mai deutlich zu wenig geregnet hat. Die hohen Niederschläge im August 2020 traten erst in der 2. Monatshälfte auf. Auch kann man erkennen, dass insbesondere im August 2020 die Niederschlagshöhen von Starkregenereignissen geprägt waren und an den Wetterstationen des WTL unterschiedliche Höhen erreichten. Während z. B. an der Wetterstation Brochterbeck im August 97 mm Niederschlag gemessen wurde, waren es an der Wetterstation Dörenthe (Luftlinienentfernung ca. 5,6 km) mit 41 mm deutlich weniger, aber an der Wetterstation Lengerich (Luftlinienentfernung ca. 5,4 km) mit 143 mm deutlich mehr. Starkregenereignisse sind in der Regel weniger nachhaltig für die Grundwasserschutz, weil ein großer Teil der Regenmengen oberirdisch abfließt.

In den Monaten September – Dezember 2020 hat es an den Wetterstationen des WTL durchschnittlich in Summe 270 mm Niederschläge gegeben. Dieses ist deutlich weniger als in den Vergleichsmonaten der Jahre 2017 mit 351 mm und 2019 mit 369 mm und etwas mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2018 mit 213 mm. Eine nachhaltige Erholung der Grundwasserstände wird nur erreicht, wenn es in den ersten Monaten des Jahres 2021 deutlich mehr regnet und / oder die Niederschlagsverteilung sich im Jahr 2021 vergleichmäßigt.

 

Grundwasserstände

Die Grundwasserstände haben sich stabilisiert, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Die Tiefstände der Jahre 2018 und 2019 wurden in 2020 nicht wieder erreicht, so dass von einer leichten Verbesserung gesprochen werden kann.

Allerdings ist auch erkennbar, dass insgesamt der Grundwasserspiegel seit 2014 unabhängig von der Wasserförderung gesunken ist, in den oberen Grundwasserstockwerken der Wassergewinnungsgebiete Brochterbeck, Dörenthe und Lengerich bei den brunnenfernen Grundwassermessstellen um durchschnittlich ca. 20 – 30 cm.

Allerdings bleibt auch festzustellen, dass eine weitere Erholung der Grundwasserstände nur bei ausgiebigen Niederschlägen in den ersten Monaten des Jahres 2021 möglich ist.

 

Nachfolgend die einzelnen Grafiken zur Ansicht oder Download

 

 

 

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